Für viele Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg sind Themen wie Diskriminierung, Vielfalt und Inklusion längst Teil des Alltags geworden, oft jedoch ohne klare Routinen oder erprobte Lösungen. Genau hier setzt das Themennetzwerk „Diversitätssensible und diskriminierungskritische Schulentwicklung“ an. Es bringt Schulleitungen, Fachkräfte und Institutionen zusammen, die ihre Erfahrungen teilen, gemeinsam nach Antworten suchen und konkrete Ansätze für die Praxis entwickeln. Was zunächst als Austausch unter einzelnen engagierten Schulleitungen begann, hat sich zu einem etablierten Netzwerk im Schulentwicklungsraum entwickelt, motiviert durch den gemeinsamen Bedarf, auf komplexe Herausforderungen nicht mehr allein reagieren zu müssen.
Begleitet wird das Netzwerk durch das SIBUZ Friedrichshain‑Kreuzberg (Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum), das fachliche Expertise einbringt und zugleich die Verbindung zu weiteren Unterstützungsstrukturen herstellt. Wie diese Zusammenarbeit konkret organisiert ist, welche Themen aktuell im Fokus stehen und warum gerade die gemeinsame Arbeit im Netzwerk entscheidend für nachhaltige Schulentwicklung ist, berichten im Gespräch Uta Johst‑Schrader, Leitung des SIBUZ Friedrichshain‑Kreuzberg, und Katharina Keller, Mitarbeiterin des SIBUZ und beide Sprecherinnen des Netzwerks.
Netzwerk als verbindendes Element zwischen schulischer Praxis, Verwaltung und Steuerung
Frau Johst-Schrader, Frau Keller, wie ist das Themennetzwerk entstanden und warum genau an diesem Punkt?
Uta Johst-Schrader und Katharina Keller: Das Themennetzwerk ist aus einem konkreten Praxisbedarf heraus entstanden. Schulleitungen standen zunehmend vor komplexen Fällen von Diskriminierung, für die es weder klare Routinen noch ausreichend Austauschmöglichkeiten gab. Das Thema Diskriminierung ist an der Basis hochaktuell in den Schulen.











